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Winona

Meilenstein

Die ersten Bienenwachstücher, die ich mit den Bewohnern hergestellt habe, sind in unserem Hofladen erhältlich. Online sind sie zwar noch nicht aufgeschaltet, aber ich nehme sehr gerne Bestellungen entgegen. 😉
Alles Bio! Jede Bestellung wird von unseren Bewohnern mit viel Freude entgegengenommen. Also tut doch etwas für den guten Zweck. <3 Sie eignen sich mit der echt süssen Verpackung übrigens auch super als Geschenk.

20x20cm kosten 7 Franken und 30x30cm kosten 11 Franken
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Winona

Das Paradox unserer Zeit

Das Paradox unserer Zeit ist: Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber enge Ansichten. Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger, machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude. Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit, mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft, mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand, mehr Experten, aber auch mehr Probleme, mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.

Wir rauchen zu stark, wir trinken zu viel, wir geben verantwortungslos viel aus; wir lachen zu wenig, fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf, gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf; wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern, beten zu selten.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir sprechen zu viel, wir lieben zu selten und wir hassen zu oft.

Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man lebt.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns. Wir machen größere Dinge, aber keine Besseren.

Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt. Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.

Wir schreiben mehr, aber wissen weniger, wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten. Wir machen neue Computer, die mehr Informationen speichern und eine Unmenge Kopien produzieren, aber wir verkehren weniger miteinander.

Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung, der großen Männer und der kleinkarierten Seelen, der leichten Profite und der schwierigen Beziehungen.

Es ist die Zeit des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen, der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhause.

Es ist die Zeit der schnellen Reisen, der Wegwerfwindeln und der Wegwerfmoral, der Beziehungen für eine Nacht und des Übergewichts.

Es ist die Zeit der Pillen, die alles können: sie erregen uns, sie beruhigen uns, sie töten uns.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist, etwas im Schaufenster zu haben, statt im Laden, wo moderne Technik einen Text wie diesen in Windeseile in die ganze Welt tragen kann, und wo sie die Wahl haben: das Leben ändern – oder diesen Text und seine Botschaft wieder zu vergessen.

Denkt daran, mehr Zeit denen zu schenken, die Ihr liebt, weil sie nicht immer mit Euch sein werden. Sagt ein gutes Wort denen, die Euch jetzt voll Begeisterung von unten her anschauen, weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden und nicht mehr bei Euch sein werden. Schenkt dem Menschen neben Euch eine innige Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von Eurem Herzen kommt und Euch nichts kostet. Sagt dem geliebten Menschen: „Ich liebe Dich” und meint es auch so. Ein Kuss und eine Umarmung, die von Herzen kommen, können alles Böse wiedergutmachen. Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo Ihr zusammen seid, denn eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben Euch sein.

Findet Zeit Euch zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen. Findet Zeit, alles was Ihr zu sagen habt miteinander zu teilen, denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben.

Dieser Text wurde nicht von mir verfasst. Dafür aber von mir entdeckt und jetzt mit euch geteilt.
Autor: Dr. Bob Moorehead, gefunden habe ich diesen Text unteranderem auf dieser Website.

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Lebenszeichen

Moin Leudis
Gefühlt ist es schon eine Ewigkeit her, seitdem ich hier das letzte Mal einen Blogpost geschrieben habe. Meine letzte Woche was etwas stressig, deswegen bin ich leider selten dazu gekommen, mich hinzusetzen und meine Gedanken zu sammeln. Und als ich an einem Abend doch Zeit gehabt hätte, sass ich vor meinem PC und konnte keine richtigen Wörter formen. Wenn ich da im falschen Flow bin, kann ich nicht schreiben. Für einen Post brauche ich nämlich absolute Ruhe, dazu klare und die richtigen Gedanken.
Logischerweise ist seit meinem letzten Beitrag einiges passiert. Zum Beispiel hat das Christentum Ostern gefeiert. An Ostern habe ich, wie ihr alle wissen solltet, gearbeitet und mit einem Arbeitskollegen den Hof geführt. Die Bauernfamilie hat währenddessen wenige wohlverdiente Ferientage genossen. An sich gab es keine grösseren Schwierigkeiten, alles was in unserer Macht lag, haben wir gut getan. Am Ostersonntag sind bei uns auf dem Bauernhof vier Küken geschlüpft, die wirklich süss sind.

Am Samstag wurden wir von meiner Familie, meinem Hund und einer Freundin besucht. Das war ein wirklich cooler Tag. Sie haben eine Art Picknick mitgebracht und wir hatten Brötchen, Käse, hartgekochte Eier, Tomo-Salat, und Trauben zum Mittagessen. Dann gab es eine ausgiebige Hofführung für meinen Anhang und später haben wir zusammen den leckeren Kuchen gegessen, den meine Mutter zuvor gebacken hatte. Von meinen Eltern habe ich auch das beste Ostergeschenk erhalten, was man mir in diesem Moment hätte machen können. Sie haben mir die Patenschaft für das Kälbchen geschenkt, bei dem ich an der Geburt dabei war. Von der kleinen Maus habe ich leider noch keine guten Fotos, aber nächstes Wochenende sollte ich eines erhalten. Da sie mit dem selben Anfangsbuchstaben wie ihre Mutter anfangen sollte, werde ich das kleine freche Kälbchen auf den Namen Davina taufen. Für mich ist dieses Kälbchen ein ganz Besonderes (mehr dazu hier).

Wenn jemand von euch etwas Frühling ins Emmental schicken könnte, wäre ich wirklich froh. Das Treibhaus platzt aus allen Nähten und würde gerne etwas leerer werden. Momentan geht das aber leider nicht, weil dafür definitiv zu viel Schnee liegt und die Nächte zu frisch sind. Deswegen mussten wir jetzt sogar die Werkstatt zum Treibhaus umfunktionieren. Es ist wirklich Zeit für Frühling, denn selbst ich habe keinen Bock mehr auf Schnee und Kälte. Der Sommer darf gerne kommen!

Highlight der Woche
Zusammen mit fünf unserer Bewohner oder Tagesgästen habe ich an einem Nachmittag Bienenwachstücher hergestellt. Ich war sehr beeindruckt von ihrer Freude und dem Engagement. Da haben wirklich alle toll mitgeholfen und sich voll eingesetzt. Vor allem als jeder seine Aufgabe verstanden hat, hätten sie gut auch ohne Beaufsichtigung, also selbstständig, arbeiten können.

Lieblingsmahlzeit
Weiss ich so nicht. Ich behaupte einfach, dass diese Woche alles gleich fantastisch geschmeckt hat. Jetzt im völligen Ernst, es war wirklich alles gut, aber nichts meeeega hammer lecker. Zumindest bis Freitag Abend.

Ohrwurm der Woche

Lieblingslacher
Einer der Bewohner, der uns allen durch seine gute Laune immer wieder den Tag rettet. Er hat starken Autismus und kann sich nicht mit Wörtern mitteilen, aber er hat eine positive Ausstrahlung und sorgt immer für Lacher.

Lieblingstag
Mittwoch

Frage der Woche
Schmilzt der Schnee morgen endlich weg?

Fazit der Woche
Eine lange Woche. Ich bin doch froh, jetzt im Zug nach Hause zu sitzen. Kopf hoch, nächstes Wochenende bin ich schliesslich nicht daheim. Das werde ich aber auch durchhalten.

Wie geht es dir? Hattest du ein schönes Osterfest und freust du dich auf die wärmere Jahreszeit?
Ich freue mich, von dir zu hören.

Jetzt wünsche ich der weiten Welt ein schönes Restwochenende und weiterhin gute Laune.
Machts gut meine Lieben!

Winona

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Winona

Frohe Ostern

Hallöchen meine Lieben
Ich wünsche euch Allen ein frohes Osterfest, mit hoffentlich schönem Wetter und leckerem Essen ;-). Wie verbringt ihr die freien Tage?

Da ich über die Feiertage arbeiten darf, gibts für euch ein paar Fotos, damit ihr euch meinen Alltag hier vorstellen könnt.

Machts gut und bleibt gesund!
Eure Winona

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Winona

Zeitreise

Ich habe letztens beim Durchforsten meines Laptops, einige alte Texte von mir oder über mich gefunden. Einige sind so witzig oder interessant, dass ich sie gerne mit der Welt teilen würde.
Der erste Text, muss von einer Freundin über mich geschrieben worden sein. Ich habe leider keine Ahnung mehr, wer ihn geschrieben hat, deswegen konnte ich auch vor der Veröffentlichung kein Okay abholen. Als letztes Bearbeitungsdatum war September 2015 angegeben, also vor knapp sechs Jahren. Schon lustig, was damals anscheinend wichtig in meinem Leben war und heute absolut keinen Stellenwert mehr hat. Aber genauso anders herum, welche Dinge mir heute noch wichtig sind.

Meine Freundin Winona kommt ursprünglich aus Deutschland. Letztens hat sie mir aber mitgeteilt, dass sie in Paris geboren ist. Ihr Name kommt dennoch aus dem Indianischen. Zuhause lebt sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder in einem schönen Haus mit grossem Garten am Rand der Altstadt xys. Ach, zwei Hunde haben sie auch. Eine französische Bulldogge Avalon und eine Deutsche Dogge namens Bounty. Ihr kleiner Bruder ist 12 und spielt Unihockey. Ihr Vater, der ursprünglich aus der Westschweiz kommt, ist Geschäftsführer und ihre Mutter, die in Deutschland aufgewachsen ist, arbeitet ehrenamtlich.

Wenn Winona mal Zeit hat, geht sie so schnell wie möglich ins Tanzstudio. Dort trifft sie sich dann mit Freunden um neue Dancemoves zu üben oder für einen bevorstehen Auftritt zu proben. Da bleibt nicht mehr viel Zeit für andere Hobbys. An zwei Tagen der Woche widmet sie sich aber ihrem anderen Hobby: Voltigieren. So wie ich sie kenne, hört sie auf der Zugfahrt ins Training Musik, denn immer wenn ich sie treffe hat sie Kopfhörer auf oder summt vor sich hin.

Wenn wir etwas zusammen unternehmen ist sie meist unternehmungslustig und macht alles mit. Wenn sie aber wählen dürfte, sässe sie lieber zuhause und würde sich Videos von Minions und Inscope21 anschauen. Ebenfalls süchtig ist sie nach Cookies und Eiscreme. Bevor sie Im Februar vom Aargau nach xy gezogen ist, spielte sie Klarinette und war Mitglied eines Musicalvereins mit dem sie auch regelmässig auf der Bühne stand.

Über ihre Zukunft weiss ich nicht so viel. Klar ist das sie ans Gymnasium will. Ihr grösster Wunsch ist es eines Tages mit fünf Hunden zusammen zu leben. Sie möchte Tieren die unter schlechten Voraussetzungen leben ein besseres Leben ermöglichen. Tiere werden sie ihr ganzes Leben lang begleiten.

Küsschen in den Hundehimmel <3
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Winona

Woche 12

Da ich Gestern etwas viel zu tun hatte, kommt mein Wochenfazit mit einem Tag Verspätung.

Die Woche lief alles gut. Ich habe viel körperlich gearbeitet und gelernt, was im Stall wann zu tun ist. Melken bereitet mit unterdessen gar keine Probleme mehr, macht mir aber krass viel Spass. Nächste Woche an Ostern werden ein Arbeitskollege und ich den Hof alleine leiten, weil der Bauernfamilie einige freie Tage gegönnt werden. Deswegen musste ich die Woche alles lernen und habe mich immer wie eine Journalistin gefühlt, als ich mit Schreibblock dem Bauern hinterhergelaufen bin und fleissig mitgeschrieben habe. Ich fühle mich jetzt gut auf diese Tage vorbereitet und freue mich auch darüber, dass mir meine Chefin und mein Chef so viel Verantwortung geben (mein Kumpel ist noch nicht 18, deswegen trage ich die Verantwortung).
Da mir mein Daumen letzte Woche bei bestimmten Bewegungen immer eingeschlafen ist und weh tat, bin ich Gestern in der Früh, noch beim Arzt gewesen. Als Erinnerung, ich hasse Ärzte, also wenn ich da freiwillig lande, ist es schon ein Wunder. Dadurch habe ich jetzt aber erfahren, dass mein Nerv am rechten Daumen entzündet ist. Deswegen sollte ich für mindestens zwei Wochen eine ultra sexy Schiene tragen und darf Medikamente schlucken… Der Zeitpunkt momentan ist nicht gerade günstig, um einen Daumen zu schonen, aber nach Ostern habe ich vielleicht Zeit dafür. 😉

Highlights der Woche
– Zu sehen, wie die ersten gesäten Gemüsesorten keimen und wachsen.
– Abendspaziergänge mit den Bewohnern.
– Langer Ausritt am Samstag.
– Kochen mit der ganzen Familie zusammen.

Lieblingsmahlzeit
Selbstgemachte Burger, mit Gemüsepattys.

Ohrwurm Lied

Lieblingslacher
Ich, mit dem Melkgeschirr in der Hand, eingequetscht zwischen zwei Kühen, die lieber Sandwich spielten, als gemolken zu werden. Zum Glück kam schnell ein lachender Chef vorbei, der mich aus der Situation befreite.

Lieblingstag
Samstag

Bild der Woche

Sonnenuntergang beim Abendspaziergang

Frage der Woche
Wie viel Grad sind im Treibhaus?
Hast du den Schlüssel von xy gesehen?

Fazit der Woche
Um 5 Uhr aufstehen, ist nicht immer mein Ding.

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Ein hoch auf Tony

Heute vor einer Woche war ich bei der Geburt eines Kälbchens dabei. Für mich ein ganz spezieller Moment, da es doch die erste war, bei der ich daneben stand und mitgeholfen habe. So ein Kälbchen ist schon ein extrem knuffiges Wesen. So klein und zuckersüss, dass man es am liebsten mit ins Bett schmuggeln würde. Kaum vorstellbar, wie das in nur wenigen Monaten zu einem so riesen Vieh heranwachsen wird.

Kälbchen “D”

Ebenfalls heute vor einer Woche fand der Mitarbeiterausflug statt, den ich zuvor organisiert habe. Vorab, mit der Organisation hat alles geklappt, wie geplant! 🙂
Als vor circa 4 Jahren der Sohn (er gab uns die Führung) den Betrieb übernommen hat, wurde die Kuhmilchproduktion beendet. Die Stallungen wurden zu Laufställen umgebaut und jetzt leben dort Kühe, die wirklich Glück im Leben hatten. Sie sind auf dem ersten Rindergnadenhof der Schweiz gelandet. Die junge Bauernfamilie lebt seit Jahren vegan und so hatten sie keine Verwendung für Milchkühe und wollten diese Tierhaltung auch nicht weiter unterstützen. So kam ihnen diese sehr tolle Idee. Alle Milchkühe von damals leben jetzt noch auf dem Hof, bis ihre Lebensuhr abgelaufen ist. Unterdessen gibt es aber auch externe Personen, die eine Kuh oder einen Bullen dort in Pension geben. Diese zahlen monatlich einen Betrag, damit ihr Tier gut umsorgt wird. Die Geschichten, wie die verschiedenen Rinder dort gelandet sind, waren meist traurig. Fast alle wurden vor der Wurst gerettet.
Wir haben dort auch Tony kennengelernt. Ein sechs Jahre alter Bulle, jetzt schon ein riesen Vieh und noch nicht ausgewachsen. Er bringt momentan circa eine Tonne auf die Wage und das bei einer Rückenhöhe von knapp 1.80 Metern. Wirklich eindrücklich, wie gross ein solches Tier werden kann, nur passiert es leider viel zu selten, weil zuvor geschlachtet wird.
Die Lebensfreude von diesen Tieren war total toll. Alle waren extrem neugierig und genossen alle Streicheleinheiten, auch wenn man zum Teil schon aufpassen musste, nicht unabsichtlich von den Hörnern getroffen zu werden.
Das älteste Rind hat übrigens das stolze Alter von 22 Jahren und ging es demnach auch etwas chilliger an.

Auf dem Hof gibt es aber auch viel anderes zu entdecken. So leben dort auch noch zwei Minipigs, einige Hühner, zwei Schafe, drei Hunde und zwei Pferde. In der Landwirtschaft wird vor allem Mais angebaut, aus dem später (bunte) Polenta entsteht. Ebenso produzieren sie ihre eigene Hafermilch, die logischerweise aus dem eigenen Hafer gewonnen wird.

Für mich war es ein echt interessanter Tag, an dem ich viel neues erlebt und gesehen habe. Man muss jetzt ja nicht gerade zum/r Veganer/in mutieren, aber die Fleischesser der Gruppe hat es zum Nachdenken angeregt und das finde ich gut. Noch besser fand ich, dass wir alle zusammen ein Glas der Hafermilch probiert haben und sie nur wenigen überhaupt nicht geschmeckt hat.

Wie steht ihr zu dem Thema Vegetarismus und Veganismus? Seid ihr ein Teil davon, oder wart ihr es mal?
Eure Winona

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Winona

Wetterumschwung

Das ist meine Woche in vier Bildern. Der Schnee ist zwar schön anzusehen, aber sehr unpraktisch, wenn momentan eigentlich viel gesät werden sollte.
Ich hoffe, ihr hattet auch alle eine schöne Woche und tragt die Sonne im Herzen.

Schönes Wochenende
Winona

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Neue “Faszination” 01

Jahrelang konnte ich mit Gedichten nichts anfangen. Eigentlich faszinieren mich sogar heute noch nur die wenigsten. Dank meinem sehr ambitionierten Deutschlehrer, der mir in den letzten drei Jahren meiner Schulzeit sein Fach näher brachte, verstehe ich jetzt zumindest einige dieser gereimten Zeilen (wenn nicht, kann ich zumindest so tun, als ob) und habe Emotionen in mir entdeckt, die vorher nie da waren. Ich, als sehr kritische Gedichtleserin und Nichtversteherin dieser Faszination werde nun eine neue Rubrik beginnen, in der ich einige schöne Gedichte mit euch teile und wer weiss, vielleicht sind auch einmal eigene dabei, oder welche, die dir auch gefallen.

Am Turme
Ich steh‘ auf hohem Balkone am Turm, 
Umstrichen vom schreienden Stare, 
Und lass‘ gleich einer Mänade den Sturm 
Mir wühlen im flatternden Haare; 
O wilder Geselle, o toller Fant, 
Ich möchte dich kräftig umschlingen, 
Und, Sehne an Sehne, zwei Schritte vom Rand 
Auf Tod und Leben dann ringen!

Und drunten seh‘ ich am Strand, so frisch 
Wie spielende Doggen, die Wellen 
Sich tummeln rings mit Geklaff und Gezisch 
Und glänzende Flocken schnellen. 
O, springen möcht‘ ich hinein alsbald, 
Recht in die tobende Meute, 
Und jagen durch den korallenen Wald 
Das Walroß, die lustige Beute!

Und drüben seh‘ ich ein Wimpel wehn 
So keck wie ein Standarte, 
Seh‘ auf und nieder den Kiel sich drehn 
Von meiner luftigen Warte; 
O, sitzen möcht‘ ich im kämpfenden Schiff, 
Das Steuerruder ergreifen 
Und zischend über das brandende Riff 
Wie eine Seemöve streifen.

Wär‘ ich ein Jäger auf freier Flur, 
Ein Stück nur von einem Soldaten, 
Wär‘ ich ein Mann doch mindestens nur, 
So würde der Himmel mir raten; 
Nun muß ich sitzen so fein und klar, 
Gleich einem artigen Kinde, 
Und darf nur heimlich lösen mein Haar 
Und lassen es flattern im Winde!
Annette von Droste-Hülshoff (1842)

Analysieren kann ich es leider nicht für dich. Vielleicht hat es trotzdem etwas in dir bewegt oder erweckt, sonst ist es aber auch nicht schlimm. Du hattest zumindest wenigstens etwas Bildung am heutigen Tage ;-).
Ich finde die Bilder schön, die das Gedicht vor meinem inneren Auge bildete. Auch wenn es im Kern eine eher traurige Stimmung transportiert, stell ich mir die Aussicht, die diese Frau hat, sehr imposant vor. Wirklich schön ist es aber wahrscheinlich wirklich nur, wenn man frei ist und nicht gefangen in den Gesetzen der Gesellschaft.
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Woche 10

Neue Woche neues Glück.
Diese Woche genoss ich ein verfrühtes Wochenende, weil ich Samstag und Sonntag arbeiten darf. Dafür hatte ich, wie gesagt, am Donnerstag und am Freitag frei. Das ist eigentlich auch gut so, denn ich hatte einen Tag Zeit, um den mini Frankfurter Kranz zu backen, den sich meine Mutter gewünscht hat. Die hatte nämlich Geburtstag. Der Grund für mein verfrühtes Wochenende, denn sonst hätte ich durchgearbeitet.

Auf dem Hof lief alles wie am Schnürchen. Ich habe unterdessen unzählige Samen in die Erde gedrückt und hoffe, dass diese bald spriessen, damit kräftige Setzlinge draus werden. Würde nichts wachsen, müsste ich viel falsch gemacht haben… Ebenso durfte ich im Bereich Marketing aktiv werden. Ich hatte letzte Woche eine Liste mit allen Unverpackt Geschäften in der Schweiz erstellt und diese werden nun alle angerufen, um ihnen unsere Produkte vorzustellen und hoffentlich eine Zusammenarbeit zu starten. Die Telefonate verliefen sehr positiv, oder ich wirkte beängstigend auf mein Gegenüber, denn fast keiner der Läden hat mir am Telefon abgesagt. Alle waren (oder taten) sehr interessiert und wollten verschiedene Infos noch per Mail erhalten. Mit den Anrufen werde ich auch in der kommenden Woche fortfahren, denn noch sind nicht alle Läden auf meiner Liste erreicht worden. Mal sehen, ob ich wirklich Erfolg hatte. 🙂
Durch diese Telefonate fiel mir erneut auf, wie viel Dialekte in der Schweiz vereint sind. Noch witziger ist es, weil mein Zürcher Dialekt langsam in einen Berner Dialekt wechselt. Ich bin mehrheitlich auf der Arbeit und dort wird Berndeutsch gesprochen, zu Hause nur Hochdeutsch und deswegen switche ich langsam. Vielleicht rede ich dann in 4 Monaten ein richtiges Mischmasch, wer weiss…

Highlight der Woche
Die kleine Tochter auf dem Bauernhof. Dieses Kind ist ein wahrer Sonnenschein und sie erinnert mich an mein früheres ich. Nicht nur vom Aussehen, sondern auch sonst. Genau wie ich als Kind, baut sie mit ihren Plüschtieren Zoos oder spielt Tierarzt.

Ohrwurm Lied

Lieblingslacher
Ich hab mir, beim Beutel Erde aufschneiden, in die Hand gesäbelt. Als ich darauf hin mit blutigem Finger durch die Küche lief, um ein Pflaster zu holen, kam von meiner Chefin nur die Frage, wie ich 20 Jahre überleben konnte, ohne mich durch etwas doofes selbst zu töten… 🙂

Tiefpunkt
Mittwochabend

Lieblingstag
Freitag

Frage(n) der Woche
Ist das zu viel oder zu wenig?
Hat es noch … ?

Fazit der Woche
Läuft. Hoffentlich bleibt alles so.

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Was macht einen Menschen schön?

Irgendwo in den Tiefen des Internets bin ich letztens auf die Frage gestossen, was einen Menschen schön macht. Diese Frage fand ich sehr interessant, da mir von Beginn an keine klare Antwort im Kopf herum schwebte. Deswegen schrie es nach einer etwas längeren Antwort, die sich bestens eignet für einen Blogpost.
(Der Post beruht auf meiner eigenen Meinung und ist nicht recherchiert.)

Ich glaube, es ist allen bewusst, dass die Attraktivität eng mit der Schönheit verbunden ist. Viele benutzen diese zwei Wörter sogar als Synonyme. Für mich handelt es sich dabei aber nicht ganz um das Selbe.
Ein Mensch wirkt durch ein gepflegtes und makelloses Äusseres attraktiv, aber noch lange nicht schön. Attraktiv ist viel oberflächlicher, wobei Schönheit den gesamten Menschen impliziert.

Klar, wenn jemand ein hübsches Gesicht hat und schön anzusehen ist, dann wurde der erste Schritt in die Richtung der Schönheit getan. Eine Person, bei der man äusserlich einige “Macken” sieht, hat die exakt gleich grosse Chance, ein schöner Mensch zu sein. Die Schönheit ist demnach viel mehr, als nur äusserlich.

Schön ist ein Mensch auch, wenn er mit sich selbst im Reinen ist. Egal wie unperfekt jemand ist, durch ein gesundes Selbstvertrauen, was jeder haben sollte, wirkt man automatisch schöner. Hat man aber selber Mühe sich zu akzeptieren, wird es auch für andere schwer, die Schönheit zu erkennen. Dabei trägt jeder Schönheit in sich, manchmal ist sie leider nur etwas versteckt.

Charakter trägt auch viel zur Schönheit bei. Handelt jemand stets egoistisch, aggressiv oder unehrlich, wird er für mich sofort zu einem unsympathischen und unschönen Menschen. Logischerweise gibt es auch viele Eigenschaften, die eine Person schön machen. Beispiele hierfür sind die Hilfsbereitschaft, die Ehrlichkeit oder der Optimismus. Natürlich ist keine der vorherigen Listen komplett, aber sie reichen aus, um zu verstehen, was ich mit diesen Worten versuche zu erklären.

Ebenso ist ein Mensch für mich schön, wenn er die gleichen Wertvorstellungen besitzt, wie ich. Damit meine ich, dass er eine ähnliche Ansicht des Lebens hat. In meinem Fall sollte er also nicht zu verschwenderisch leben, keine Drogen konsumieren oder gut mit Tieren auskommen. Wichtig ist mir besonders dieser Punkt. Wenn eine Person nicht nach meiner Moral lebt, ist sie mir mit der Zeit automatisch unsympathisch und damit unschön.

Für mich hängt Sympathie viel stärker mit Schönheit zusammen, als es Attraktivität tut. Wenn ich jemanden unsympathisch finde, kann es objektiv betrachtet trotzdem eine attraktive Person sein. Als schön werde ich sie aber nie sehen. Da hängt nämlich mehr dahinter, wie ich zuvor erklärte.

Kurz gesagt: Ein Mensch ist schön, wenn er mit der gleichen oder einer ähnlichen Grundhaltung durchs Leben geht, sich selber als wertvoll empfindet, auf Mitmenschen acht gibt und sich seine Macken in Grenzen halten.

Da jeder seine eigenen Moralvorstellungen besitzt, sollte jeder mindestens jemanden haben, der einen als schön empfindet. Das wünsche ich mir zumindest.
Vielleicht ist für mich eine Person nicht schön, für dich aber schon. Das ist auch gut so, denn wie sagt man schon wieder? Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und ich würde hier noch gerne ergänzen, Schönheit liegt im Auge des Betrachters und ist in jedem einzelnen Menschen vorhanden.

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Winona

Woche 09

Wie bekannt ist, habe ich diese Woche mein Praktikum begonnen. Für mich war es eine lehrreiche Woche mit vielen schönen Erfahrungen. Trotzdem war ich am Freitagabend froh, wieder im Zug nach Hause zu sitzen. Dort ist meistens doch etwas weniger los.

Mein Montag ging etwas verspätet los. Weil ein riesen Chaos war, da auf meiner Strecke ein Zug in der Baustelle stecken geblieben ist. Folglich wurden alle Züge umgeleitet, es gab eine Kettenreaktion und dann lief alles verspätet… Am 1. Arbeitstag zu spät zu kommen ist jetzt kein Highlight, aber da ich nichts dran ändern konnte, ist es in Ordnung. 

Ich habe die Woche meine ersten fixen Aufgaben zugeteilt bekommen. Zum Beispiel koche ich Montags und Freitags, Wasche nach dem Melken das Melkgeschirr oder kontrolliere das Treibhaus. Klar, dazu kommen noch andere Aufgaben, die immer etwas variieren. So kam es, dass ich am Mittwoch insgesamt 45 Kilogramm Nudeln aussortiert habe. Eine Arbeit, die ich eigentlich recht gerne mache, aber nach spätestens 4 Stunden sieht man nur noch Nudeln und es wird schwer, die richtigen Teigwaren auszusortieren. Dann liegt es auch noch an mir, jeden zweiten Tag die Sahne von der Milch abzusieben. Daraus werden dann allerlei Milchprodukte von einer Mitpraktikantin gezaubert. Frisch ab Hof macht sie Mascarpone, Quark, Butter und Karamellbonbons. Vor allem diese Bonbons sind wahnsinnig lecker. 

Ebenso habe ich diese Woche schon mein erstes Projekt beendet. Die Osterkarten sind super schön geworden. Ich hätte echt nicht erwartet, dass wir die so schnell hinbekommen. Aber die Bewohner waren mit voller Eifer dabei und ich finde, das Ergebnis lässt sich sehen. Jetzt sind sie fertiggestellt und werden in ein bis zwei Wochen verschickt. 

Eine sehr volle Woche geht zu Ende. Ich habe viele neue Eindrücke gesammelt und freue mich jetzt schon auf die weiteren Wochen. Vor allem, weil mir versprochen wurde, dass ich auch einmal melken darf. 😍 

Winona